Man war mit der Frage an mich herangetreten, ob ich meinen Zwinger mal vorstellen möchte. So beginne ich mit der Gegenfrage: darf ich mich eigentlich Züchter nennen? Cavaliere begleiten unser Leben seit 20 Jahren und nun bin ich im fünfzehnten Jahr der Zucht und erreiche mal gerade die Namensfolge mit dem Buchstaben L, somit hatten wir höchstens 1 Wurf im Jahr, aber diesen dann mit vollster Hingabe. Der Hundewunsch  war in meinen Kindertagen ein sehr großes Thema, allerdings blockte ich bei meinen Eltern immer ab. Als Erwachsene habe ich dann alles nachgeholt, inzwischen ist unser Rudel auf drei Hundemädchen angewachsen, nur eine höhere Gewalt trennt uns, wenn die biologische Uhr abgelaufen ist.
Nach dem viel zu frühen Tod meiner ersten Cavalierhündin, Farbe ruby, zog dann bei uns die erste Black+Tan ein, man lernte andere Cavalierleute kennen und ließ sich zu einem Ausstellungstermin überreden. Und siehe da, auch geschulte Augen fanden meinen Hund schön, die Falle schnappte zu, der Wunsch nach eigenen Welpen wurde geboren.
Ein Rüde wurde ausgesucht, man machte sich über den Zwingernamen Gedanken und wir nahmen das Stadtlogo unserer Heimatstadt, Krefeld , die Stadt wie Samt und Seide, tendierend aus der Zeit der Textilindustrie und den Seidenbaronen zum Taufpaten unseres Zwingers.
Sieben schwarz/braune Welpen lagen in unserer Wurfkiste, günstiger weise wurden sie damals in den Sommerferien geboren, so zog mein schulpflichtiger Sohn und ich mit unseren Matratzen ins Wohnzimmer und schliefen sechs Wochen lang neben der Wurfkiste. Es war ein Erlebnis diese kleinen quietschenden, noch nicht sehr nach Hunden aussehenden Welpen, heranwachsen zu sehen und am Tag der Abgabe sind viele Tränen geflossen.
So zog zu unserem Trost eine Rubyhündin, Amber, bei uns ein, auch sie bekam später ihre Welpen und war nach ihrer Zuchtkarriere immer das beste Kindermädchen der Welt. Aus Tammys letztem Wurf behielten wir dann noch ein rotes Mädchen, auch sie wurde dreimal Mama, aber der Wunsch von ihr ein schwarz/braune Hündin zu behalten, wurde nicht erfüllt, bei ihren Welpen war immer ein kleines „Stückchen „ zuviel dran.
Zucht bedeutet nicht immer nur Freude, man muß auch mit Nackenschlägen leben, trotz der Hoffnung auf seine Menschenkenntnis, wurde man manchmal enttäuscht. Die Hunde wurden abgegeben, man war ihnen überdrüssig, ohne Rückmeldung an mich. Es gibt auch Totgeburten, oder nach tagelangem Kampf musste man sich geschlagen geben, auch dieses gehört leider dazu.
Da erfreut es einen besonders, wenn man Post bekommt wie ich in den letzten Tagen , ein Rüde aus unserem ersten Wurf lebt immer noch bei seiner Familie und hält diese trotz kleinen Altersbeschwerden in Schwung. Bei solch liebevollen Zeilen kann man dann sagen: züchten ist schön.
Für mich ist der Kontakt zu meinen Welpenkäufern sehr wichtig, freue mich immer über Rückmeldungen oder Besuch von ihnen, wobei man dieses auch nicht erzwingen kann.

Sigrid Steinbacher
Züchterportrait Cavaliere von Samt und Seide
Aiko - Rüde aus dem A-Wurf
Cavaliere von Samt und Seide
Cavaliere von Samt und Seide
Cavaliere von Samt und Seide
Cavaliere von Samt und Seide
Cavaliere von Samt und Seide
Besuch aus dem Schwarzwald
Familientreffen aus der Pfalz
Vorstand       Impressum     FAQ
zurück
ccccc