Züchterportrait Cavaliere "vom grauen Granit"
Nachdem wir mit unserer ersten Hündin Bessie, einer wunderbaren treuen Berner Sennenhündin die Bereicherung unseres Lebens sowie erste zaghafte Ausstellungsbesuche und vergebliche Deckversuche kennengelernt hatten, wollten wir unbedingt das kleinere Duplikat in Form eines Cavalierchens in unserer Familie aufnehmen. Dieses klappte nach langer Wartezeit 1989.
Unsere "Hesel vom Grevenstein" schenkte am 8. 7. 1991 fünf kleinen Mädchen das Leben ganz allein mit dem sicheren Instinkt einer guten Zuchthündin und einigen theoretischen Kenntnissen aus Büchern unsererseits. Natürlich mußten zwei Welpen hierbleiben. Die Eindrücke und Erlebnisse mit heranwachsenden Hundebabies sind immer wieder schön und unbezahlbar. So wuchs im Laufe der Zeit unser Rudel auf 10-12 Stammhunde an, die unser Leben teilen. Sie helfen beim Einräumen des Geschirrspülers, sie sitzen mit im Bad und kosten den Badeschaum oder die Lotion, sie wickeln das Toilettenpapier ab, sie zerkleinern das Kaminholz zu kleinen Anbrennspänen, sie pflücken die roten Himbeeren oder Blumenblüten, sie graben tiefe Löcher in den Rasen auf der Jagd nach Wühlmäusen und abends lümmeln sie auf der Couch vor dem Fernseher.

Aus der anfangs blauäugigen Vorstellung einmal Welpen großzuziehen, hat sich ein Zuchtgedanke entwickelt, den man nur noch sehr schwer aufgeben kann. Man plant Verpaarungen in Gedanken bereits mit den zu erwartenden Kindern oder Enkeln aus den kleinen Fellnasen, denen man eben das Fressen oder Bürsten beibringt. Der anfängliche sorglose Umgang mit Geburten oder Gesundheit hat sich durch unzählige Erfahrungswerte, Weiterbildung, Züchterfreundschaften, neue aktuelle Rasseprobleme und nicht zuletzt durch die Informationsflut über das Internet zu viel mehr Verantwortung und Weitsicht verändert.Rückblickend verblassen die traurigen Ereignisse, die in jeder Zucht vorkommen, wie der Tod einer Hündin einen Tag nach der Geburt oder lebensunfähiger Welpen.
In Erinnerung bleiben die glücklichen Momente und prägen sich ein und bestimmen die Zukunft. So errang unsere "Odett vom grauen Granit" bei einem Quiz einer Regionalzeitung Sachsens bei einer Abstimmung über das "Schönste Haustier" den ersten Platz und wurde am 3. 9. 2006 "Schnauze 2006" - sehr zur Freude ihrer Besitzerin Manuela Franke. Oder im Sommer 2009 trafen sich neun Granitbeißerbesitzer zu einem Plausch und einer sportlichen neidlosen Bewertung ihrer Tiere nur aus Spaß an der Freude in Taucha und erzielten dabei noch tolle Erfolge. Über 60 Weihnachtskarten von glücklichen Besitzern unserer Granitbeißer, sehr oft mit stolzen Fotos von ihren Lieblingen, erreichten uns letzten Monat und bestärken uns, auch weiter die freundlichen, anhänglichen, charmanten und dabei sportlichen Familienhunde zu züchten.
In diesem Sinne freuen wir uns schon wieder voller Spannung und Erwartung auf die nächsten beiden Würfe im Februar und März 2010, falls es geklappt hat.
Dagmar Döbel
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